Hannover Messe - HM 2019

15.04.2019
  Grafik Urheberrecht: Fotografie Vanessa Leissring Der "Big-Data Demonstrator" (Dr. Max Hofmann (IMA) und Anja Wassong vom Exzellenzcluster)

Das neue Exzellenzcluster "IoP"und sein Anwendernetzwerk PROTECA haben 2019 in Hannover einen ersten spannenden Einblick in die neue Förderphase im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes gegeben

„From Machine Data to Big Data“
Das Exzellenzcluster Internet of Production (IoP) und sein Netzwerk PROTECA (Produktionstechnik Aachen) präsentierten in Hannover aktuellen Einblick in die Spitzenforschung rund um das Thema der "Digitalisierung in der Produktion"

Zum ersten Mal präsentierte sich vom 01. bis 05. April das neue Exzellenzcluster „Internet of Production“ (IoP) der RWTH Aachen mit seinem Netzwerk PROTECA auf der diesjährigen Hannover Messe. Das Cluster blickt zielgerichtet mit dem „Internet of Produktion“, als Kernstück der Industrie 4.0, in die Zukunft der Produktionstechnik. PROTECA unterstützt dabei den Transfer der Forschungsergebnisse zwischen Industrie und Forschung. Im Rahmen der Netzwerker von ProduktionNRW zeigte PROTECA auf der HMI2019 gemeinsam mit dem Cybernetics Lab IMA & IfU der RWTH Aachen University, anschaulich mit Fachvorträgen und einem Forschungsdemonstrator einen spannenden Einblick zum Leitthema „Big Data“.

  Grafik Urheberrecht: Foto Anja Wassong Forscher Daniel Lütticke (IMA) begrüßt den Delegationsbesuch des VDMA aus den Niederlanden am PROTECA-Stand

Das Internet hat die Verfügbarkeit von Daten und Wissen in den vergangenen Jahren revolutioniert. Mit dem Konzept des Internets der Dinge (IoT für engl. Internet of Things) wurde die Idee auf die physikalische Welt übertragen, die direkte Übertragung auf die Produktion ist derzeit jedoch noch nicht zielführend möglich, da die Produktionstechnik durch wesentlich mehr Parameter, aber weniger verfügbare Daten als andere Big-Data-Domänen geprägt ist. Obwohl große Mengen an Daten vorhanden sind, sind diese weder einfach zugänglich, interpretierbar noch so vernetzt, dass daraus Wissen generiert werden kann. Dem Internet of Production (IoP) liegt die Vision zugrunde, ein neues Niveau der domänenübergreifenden Kollaboration zu ermöglichen, indem semantisch adäquate und kontextbezogene Daten aus Produktion, Entwicklung und Nutzung in Echtzeit und angepasster Granularität zur Verfügung gestellt werden. Um das Thema zu veranschaulichen, wurde von den Cluster-Wissenschaftlern des Cybernetics Lab der „Big Data-Demonstrator. From Machine Data to Big Data“ entwickelt, der die Live-Maschinendaten einer CNC-Frässimulation über eine Cloud in einem sogenannten Data Lake abbildet.