4D-Textilien – „The next Generation on Textile“ in Zusammenarbeit mit Gastwissenschaftler Professor Christopher M. Pastore

21.07.2017
  Professor Pastore Urheberrecht: Privat

Der aus Philadelphia, USA, stammende Professor Dr. Christopher M. Pastore ist zurzeit als Gastwissenschaftler am Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH zu Besuch. In der Zeit vom 19. Mai bis zum 11. August 2017 arbeitet er zusammen mit Professor Thomas Gries vom ITA im Rahmen der Exzellenzclusterforschung rund um die Frage nach „The next Generation on Textile“. Das ITA wurde unlängst für seine Arbeiten im Bereich der 4D-Textilien mit dem RWTH Innovation Award ausgezeichnet. Gemeinsam mit Prof. Pastore erweitert das ITA den Forschungsbereich „Integrierte Technologien“ um das Thema „Textil“. Der amerikanische Wissenschaftler doziert an seiner Heimatuniversität in Philadelphia als Professor für transdisziplinäre Studien. Zuvor hat er bereits als Assistenzprofessor in Materialwissenschaften an der Universität Drexel gelehrt sowie als Professor für Textil- und Materialwissenschaften an der Universität von North Carolina. Bevor er sich seinem nächsten Projekt als Fulbright Spezialist in Durban widmet, hat er uns von seinem Aufenthalt in Aachen berichtet.

Was ist das faszinierendste an Ihrer Arbeit als Professor an der Universität Philadelphia?
Vielleicht ist es faszinierend, dass ich mich tatsächlich jeden Tag darauf freue, zur Arbeit zu gehen. Mir gefällt die Interaktion mit den Studenten an der Universität Philadelphia sehr. Unsere Studenten haben so viel Freude und Enthusiasmus beim Lernen, dass es mir jeden Tag eine Freude ist.

Was hat Sie bewogen an die RWTH Aachen zu kommen?
Ich kannte das ITA schon viele Jahre – die Textilwelt ist ziemlich kuschelig. Ich habe mit Prof. Thomas Gries schon mehrmals über eine Zusammenarbeit gesprochen und dieses Jahr hat alles endlich gepasst.

An welchem Forschungsprojekt im Rahmen des Exzellenzclusters arbeiten Sie in Aachen?
Mit der Arbeit an 4D-Textilien, arbeiten wir an der nächsten Generation von Textilien und nutzen dabei additive Produktionstechnologien, um Textilien in einer bisher unbekannten Weise umzufunktionieren – vollständig im Fokus des Clusters. Wir kombinieren die Flexibilität und Elastizität von textilen Materialien mit den Strukturen starrer Polymere, um Systeme zu kreieren, die zweidimensionale Strukturen in dreidimensionale Strukturen umwandeln können. Wir erforschen innovative Materialkombinationen und neuartige geometrische Strukturen während wir gleichzeitig nach neuen Anwendungen für diese „4D-Textilien“ suchen.

Was begeistert Sie an diesem Projekt?
Während sich die Additive Fertigung zu einem kosteneffektiven, groß skalierbaren Prozess entwickelt, erforschen wir eine neue Möglichkeit, um Strukturen herzustellen, die noch vor einem Jahr unbrauchbar und ungeahnt waren. Das Potenzial dieser 4D-Textilien ist enorm und ich bin aufgeregt bei so einem technologischen Durchbruch hier dabei zu sein.

Was ist der größte Unterschied zwischen der Arbeit an Ihrer Heimatuniversität und der Arbeit hier?
Während ich hier in Aachen bin, kann ich all meine Zeit der Forschung widmen, wohingegen ich zuhause die meiste Zeit im Klassenraum verbringe, um zu lehren.

Was gefällt Ihnen an Aachen am besten?
Mir gefällt das Wetter hier wirklich! Und die Stadt Aachen ist sehr gut begehbar und angenehm zu erkunden. Ich habe eine wundervolle Zeit, wenn ich durch die Stadt spaziere, mir die Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Menschen anschaue.

Erinnern Sie sich an einen besonderen Moment in Aachen (bei der Arbeit oder in der Freizeit) oder an ein unvergessliches Ereignis?
Ich kann kein einzelnes Ereignis festmachen, das Ihren Kriterien entspricht. Allerdings möchte ich noch einmal bekräftigen, dass ich eine wundervolle Zeit hier in Aachen hatte. Jede Person, die ich kennengelernt habe war sehr nett und hilfsbereit. Obwohl ich ein Besucher bin, habe ich mich sehr willkommen gefühlt.

Was sind Ihre Zukunftspläne?
Unmittelbar nach meinem Aufenthalt in Aachen werde ich als Fulbright Spezialist an der Technischen Universität Durban fungieren und anschließend an die Universität Philadelphia zurückkehren, um mit der Lehre und Forschung fortzufahren.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!
Gern geschehen.