Produktionstheorie

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Die klassische, neoklassische sowie entscheidungsorientierte Produktionstheorie stellen drei historische Meilensteine bisheriger wissenschaftlicher Analyse und Beschreibung von Produktionssystemen dar. Sie entstammen im Kern der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Forschung und untersuchen betriebliche Vorgänge primär unter wirtschaftlichen Aspekten. Im Fokus der klassischen und neoklassischen Produktionstheorien steht die formelmäßige Beschreibung zwischen den Inputfaktoren eines Produktionsprozesses (Rohstoffe, Zwischenprodukte) und seinen Outputfaktoren (Fertigerzeugnisse) in Form von Produktionsfunktionen. Mit Hilfe von Kostenfunktionen wird die Wirtschaftlichkeit der beschriebenen Transformationsprozesse bewertet. Produktionsressourcen in Form von Werkstoffen, Betriebsmitteln sowie der menschlichen Arbeitskraft stellen demnach die wesentlichen Modellparameter jener Produktionstheorien dar. Die entscheidungsorientierte Produktionstheorie stellt einen Gegenentwurf dar. Das Hauptaugenmerk liegt dabei nicht auf der Kombination von Produktionsfaktoren, sondern auf der Art und Weise wie betriebsrelevante Entscheidungsprozesse vonstattengehen. Der Faktor Mensch, der letztlich die Lenkungsinstanz eines Produktionssystems darstellt, rückt damit verstärkt in den Vordergrund.